Ein Bunker bleibt erhalten

Veröffentlicht am 22.05.2013 in Wohnen & Leben

Dieser Bunker soll hergerichtet werden und als Ort des Gedenkens erhalten bleiben

Pidde informierte sich über die laufenden Arbeiten im Muna-Gelände

Das Gelände der früheren Luftmunitionsanstalt „Muna“ zwischen Wölfis, Crawinkel und Ohrdruf wird im Auftrag des Freistaates Thüringen von der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft seit Jahren für eine dauerhafte gefahrlose zivile Nutzung vorbereitet. In regelmäßigen Abständen informiert sich Dr. Werner Pidde, in dessen Wahlkreis sich das Gelände befindet, über den Fortgang der Arbeiten. Kürzlich war ein neuerlicher Termin anberaumt worden, an dem neben dem Landtagsabgeordneten Vertreter der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die Bürgermeister von Wölfis und Crawinkel, Thomas Reinhardt (parteilos) und Onno Eckert (SPD), das Crawinkler Kreistagsmitglied Stefan Schambach (SPD), sowie der Crawinkler Heimatforscher Klaus-Peter Schambach teilnahmen.

Konkreter Anlass für das Treffen war der nun beabsichtigte systematische Abriss der auf dem Gelände vorhandenen ehemaligen Bunker und Lagerhallen.
In seiner Amtszeit als Bürgermeister von Crawinkel hatte Stefan Schambach einst angeregt, nicht alle Relikte der Vergangenheit auf dem Gelände zu beseitigen, sondern zur Erinnerung und zum Gedenken an die wechselvolle Geschichte dieses Geländes zumindest einen Gebäude- oder Bunkerrest zu erhalten. Diese Forderung war von den Wölfiser und Crawinkler Teilnehmern am Muna-Besichtigungstermin an Pidde herangetragen worden, weshalb der SPD-Politiker den Vor-Ort-Termin mit den Verantwortlichen der LEG organisierte.
Jürgen Liehr, zuständiger Projektleiter der LEG, informierte zuerst über den Stand des Projektes. In einem ersten Schritt sei jetzt der Rückbau aller Bunker- und Hallenreste entlang des Hauptweges durch das Gelände geplant. In weiteren Bauabschnitten soll schließlich das gesamte Areal von Munitions-, Bunker- und Gebäuderesten befreit werden. Voraussichtlich im Jahr 2014 soll die Rekultivierung abgeschlossen sein und das 180 Hektar große Objekt anschließend zum Verkauf ausgeschrieben werden.
Der geäußerte Wunsch nach Erhalt eines Gebäude- bzw. Bunkerrestes traf bei den Vertretern der Landesentwicklungsgesellschaft auf Verständnis. Bei der gemeinsamen Besichtigung des Geländes wurde ein gut erhaltener Bunker ausgewählt, auf dessen Rückbau die LEG nun verzichten will, damit hier ein Ort des Gedenkens mit Informationstafeln, die an die Geschichte des Muna-Geländes erinnern, entstehen kann. Der Wunsch auch eine der alten Hallen zu erhalten, ließ sich allerdings nicht erfüllen. Die daran hängenden Verkehrssicherungspflichten hätten die Möglichkeiten der Gemeinde Wölfis - in deren Gemarkung sich ein Großteil des Geländes befindet - überfordert.
LEG Mitarbeiter Rolf Steinmüller versprach, den ausgewählten Bunker so frei räumen zu lassen, das er zukünftig ohne Gefahrenquellen von den Gemeinden übernommen und für den besagten Zweck genutzt werden kann.
„Ich bin erfreut, dass hier ganz unkompliziert ein Weg gefunden wurde, mit dem Erhalt des Bunkers auch ein Stück der Geschichte der Region zu erhalten“, so Pidde nach den Gespräch.
Auch die anwesenden Teilnehmer aus Wölfis und Crawinkel zeigten sich sehr zufrieden mit der gefundenen Lösung.
Das Gelände der ehemaligen „Luftmunitionsanstalt Crawinkel“, gehörte in Thüringen übrigens zu den am stärksten mit Kampfmitteln belasteten Gebieten. Mehr als 50 Tonnen Munition wurden in den zurückliegenden Jahren bereits geborgen.

 

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