Geld für die Kirchensanierung

Veröffentlicht am 12.03.2013 in Kultur

Gerda Kleinadam vom Förderverein erklärt Dr. Pidde die Sanierungsfortschritte.

Von Michael Keller / 09.03.13 / TA

Wechmar (Landkreis Gotha). In Wechmar soll St.-Viti weiter hergerichtet werden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Werner Pidde soll und will helfen. Die Finanzierung unterteilt sich in Fördergelder, Geld von der Kirchgemeinde und der Gemeinde Günthersleben-Wechmar.

1839 war es in Wechmar soweit. Die Kirche, 1476 am höchsten Punkt des Ortes errichtet, war baufällig und musste abgerissen werden. In rekordverdächtiger, weil nur dreijähriger Bauzeit, wurde ein neues Gotteshaus errichtet. Es entstand die einzige Rundkirche Thüringens, weiß Gerda Kleineidam zu berichten. Die Seniorin gehört zum 18-köpfigen Förderverein der St.-Viti-Kirche. Ohne den wäre vieles beim Erhalt der Kirche wohl nicht zustande gekommen.
Wie rührig die Kirchenfreunde sind, zeigte sich am Freitag. Der Verein hatte sich an den SPD-Landtagsabgeordneten Werner Pidde mit der Bitte um finanzielle Unterstützung gewandt. Denn es gibt noch viel zu tun, obwohl schon viel passiert ist. Ausgestattet mit Geldern vom Landesamt für Denkmalpflege, der Gemeinde, des Kreiskirchenamtes und des Fördervereins, konnte 2010 losgelegt werden. Das Dach wurde neu gedeckt.
Das verschlang allein 30.000 Euro, denn es war mit Schiefertafeln belegt, die dringend erneuerungsbedürftig waren. Dazu kamen statische Sicherungsarbeiten, Fenstersanierungen und die Abdichtung des Turmumgangs.
2011 begann Etappe zwei mit metallrestauratorischen Arbeiten am Brüstungsgeländer des Turmes und der Sicherung der Fenster am Südgiebel.
Im dritten Abschnitt wurden im Vorjahr Außenmauern gestärkt, Verbundanker im Treppenturm eingebaut, Fenster in der Südfassade saniert. Klingt viel, ist es auch. Aber noch nicht alles.
Gern würde man das mit viel Elan Begonnene fortführen. Aber dazu braucht es, na was wohl, Geld. 46. 300 Euro hat der Förderverein für 2013 ausgerechnet und aufgegliedert. 5000 Euro will die Kirchgemeinde aufbringen, die Gemeinde Günthersleben-Wechmar legt die gleiche Summe dazu.
Beim Landesamt für Denkmalpflege wurde 21 280 Euro beantragt. Dann hofft man auf den Restbetrag von 13 000 Euro aus Stiftungen oder anderen Töpfen.
Und deswegen hat man sich Werner Pidde sozusagen als Türöffner ins Boot geholt. Er soll helfen, Geld aufzutreiben. Frank Großstück, der Fördervereinsvorsitzende, brachte es auf den Punkt: "400 000 Euro haben wir schon bekommen, 600 000 bräuchten wir noch, um alles an und in der St.-Viti-Kirche, der Trau-, Tauf- und Begräbniskrirche der Vorfahren von Johann Sebastian Bach, tiptop herzurichten." Die für dieses Jahr verplanten 46 280 Euro nehmen sich dagegen eher wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein aus.
Der Kontakt zu Werner Pidde kam nicht zufällig zustande. Sondern über Eleonore Mühlbauer . Frau Mühlbauer ist Architektin, wohnt in Arnstadt, hat Wechmars Förderverein mitgegründet, weil sie, wie sie selbst sagte, 1998 über Knut Kreuch , damals noch Bürgermeister der Gemeinde, "gestolpert" sei. Der begeisterte sie logischerweise für die Kirche. Und da Frau Mühlbauer im Landtag sitzt und Werner Pidde kennt, schließt sich hier der Kreis. Und das alte Sprichwort, wonach Beziehungen nur dem schaden, der keine hat, bewahrheitet sich wieder einmal.
Nun kann ein Sozi im Landtag aber auch keine Gelder eben mal so aus dem Hut zaubern, weil der freistaatliche Etat ohnehin von ständigen Zerreißproben gebeutelt wird. Aber er kennt eventuell Quellen, die man anzapfen könnte.
Pidde will, wie er gestern ankündigte, bei seinem Parteikollegen Holger Poppenhäger anklopfen. Poppenhäger, seines Zeichens Justizminister in Thüringen, könnte eventuell Lottomittel, etwa 3000 Euro, lockermachen. Er habe schon zugesichert, er werde einen Antrag aus Wechmar "wohlwollend" prüfen.
Es ist gut angelegtes Geld, wenn man das schlichte Gotteshaus ansieht. Nur etwas zu groß ist es geraten. Das lag daran, dass die Kirche vor 176 Jahren von reichen Bauern aus den umliegenden Rittergütern finanziert wurde. Und die verlangten damals für jeden Einwohner einen Sitzplatz. 1000 Einwohner gleich 1000 Sitzplätze auf drei Ebenen.
Ganz schön viel für ein solch kleines Dorf, auch wenn es heute über 3000 Seelen zählt.

 

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