Leben im Pflegeheim

Veröffentlicht am 12.07.2018 in Soziales

Einrichtungsleiterin Ines Ritter, Regionalleiter Marcel Weitzel, Dr. Werner Pidde in einem der vielen Aufenthaltsräume

Pidde besuchte AWO-Wohnpflegeheim für Menschen mit psychischer Behinderung

Zu einem Besuch wurde der Landtagsabgeordnete Dr. Werner Pidde am Dienstag im Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in Waltershausen erwartet.

Das Pflegeheim in der Heinrich-Schwerdt-Straße bietet seit dem Jahr 2001 psychisch kranken oder behinderten Menschen ein Zuhause.

„Besonders wichtig bei meinem Besuch waren die Fragen: Werden die Bewohner, ausreichend und kompetent durch den Mitarbeiterstab betreut? Wie gestaltet sich die Personalsituation vor Ort? Wie sind die Arbeitsbedingungen?“, so Pidde.

Wo die Herausforderungen liegen, machte Ines Ritter, die Einrichtungsleiterin deutlich.

Ihren Worten zufolge ist es "schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden". Das Drei-Schicht-System und körperlich schwere Arbeit halten viele Menschen von einer Bewerbung ab. Auch wer seine Lehre als Altenpfleger machen möchte muss seine Ausbildung in der Regel selber bezahlen. „Aber unser Arbeitgeber, die AWO regelt im Tarifvertrag sehr gute Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter“, so Ritter.

So ist diese Einrichtung personalmäßig „solide aufgestellt“. Aufgrund der Betreuung psychisch kranker Menschen stehen diesem Heim vier Mitarbeiter zusätzlich zur Verfügung, „was enorm viel ausmacht“, weiß die Einrichtungsleiterin.

Im Haus werden 36 Personen im Pflegebereich und 12 Personen im Wohnheimbereich betreut.

Die Nachfrage nach einem Heimplatz ist sehr groß. „Momentan gibt es eine Warteliste“, bestätigt Regionalleiter Marcel Weitzel. Da die Bewohner auf Grund ihres Krankheitsbildes ziemlich jung in die Einrichtung kommen, ist deren Verweildauer dementsprechend hoch.

In der Einrichtung finden die Bewohner viel Raum für Begegnung. Ob in den Aufenthaltsräumen, auf der Sonnenterrasse oder in den kleinen Nischen der Wohnbereiche, überall wird ein passender Platz für Aktivitäten geboten.

Außerdem gibt es ein vielfältiges Angebot zur Gestaltung des Tages. Hierzu zählen u.a. saisonale Feste, Thementage, Singkreise, Bastelgruppen, wöchentliche Seniorengymnastik, kulturelle Veranstaltungen, abwechselnde Aktivitäten bis hin zu regelmäßigen Ausflugsfahrten.

„Wir geben den Bewohnern viele kleine Beschäftigungsmöglichkeiten, um die unterschiedlichsten Neigungen zu berücksichtigen“, erläutert Ines Ritter während des Rundgangs durch das Haus.

„Eine häufig negative Berichterstattung in den Medien; eine oft geringe Wertschätzung für die geleistete Arbeit; Nachwuchs- und Fachkräftemangel - die Rahmenbedingungen in der Pflege sind alles andere als einfach. Hier zeigt sich, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine würdevolle Pflege immer noch möglich ist. Die Lebensqualität eines jeden Bewohners bis ins hohe Alter muss an erster Stelle einer jeden Einrichtung stehen“, so Pidde abschließend.

 

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