Lohn reicht nicht zum Leben

Veröffentlicht am 07.03.2011 in Arbeit

Pidde: Kommunen zahlen die Zeche

„Der wirtschaftliche Aufschwung hat einen bitteren Beigeschmack, weil die Beschäftigten nur unzureichend am Erfolg der Unternehmen beteiligt werden“, kritisiert Dr. Werner Pidde die Auseinandersetzungen der letzten Tage und Wochen über einen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche.

Über 3300 Menschen im Landkreis Gotha können von ihrer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nicht leben und müssen als „Aufstocker“ zusätzlich zu ihrem Lohn Sozialleistungen beantragen. Vor allem Leiharbeitskräfte sind auf zusätzliche Hartz-IV-Leistungen angewiesen. „Die Leute machen mit ihrem Vollzeitjob die gleiche Arbeit wie die festangestellten Kolleginnen und Kollegen, verdienen aber im Durchschnitt ein Drittel weniger. Es werden Löhne gezahlt, die zum Leben nicht reichen“, so der SPD-Landtagsabgeordnete.
Die Zeitarbeitsfirmen verdienen sich eine goldene Nase. Die Zeche müssen die Kommunen zahlen, um Mietzuschuss und Heizkosten für schlecht bezahlte Leiharbeiter zu tragen. Insgesamt gab der Landkreis Gotha im vergangenen Jahr 69 Mio. Euro im Einzelplan „Soziale Sicherung“ aus. Einen Großteil davon holt sich der Landkreis über die Kreisumlage von den zunehmend klammen Städte und Gemeinden zurück.
Deshalb fordert Pidde, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Kultur und Bildung im Landkreis Gotha ist, einen gesetzlichen Mindestlohn für Zeitarbeit als ersten Schritt zum Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

 

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