SPD-Politiker auf Informationstour – Im Fokus stand die Pflege

Veröffentlicht am 22.03.2019 in Allgemein

Die Abgeordneten Matthias Hey, Dr. Thomas Hartung und Dr. Werner Pidde im Gespräch mit einem Heimbewohner

Die SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Hey und Dr. Werner Pidde trafen sich jüngst mit ihrem Fraktionskollegen und gesundheitspolitischen Sprecher Dr. Thomas Hartung zu einem Arbeitsbesuch in Gotha.

Zuerst informierten sich die Politiker bei der „Städtische Heime Gotha gGmbH“ zu sämtlichen Fragen rund um die stationäre Pflege. 

Die Geschäftsführerin Andrea Dräwlo hatte den Abgeordneten nicht nur Gutes zu berichten.

Problematisch stellt sich für Ihr Unternehmen die Arbeitskräftesituation dar. Das Abwerben von Pflegefach- und Hilfskräften durch Leiharbeitsfirmen und dem neu errichteten Gothaer Pflegeheim in der „alten Post“ ist für Sie momentan ziemlich brisant. „Trotz guter Bezahlung sind die Arbeitsbedingungen in unserem Heim leider doch nicht so lukrativ wie bei anderen Arbeitgebern“, hebt sie hervor.

Das Thüringer Sozialministerium hat das mittlere Bruttogehalt für Fachkräfte in der Altenpflege derzeit mit 2245 Euro beziffert. „Wir liegen weit darüber“, sagt Andrea Drewlo. Eine ungelernte Fachkraft fange in den Städtischen Heimen mit 1800 Euro brutto monatlich an. Erfahrungen im Vorfeld würden anerkannt. Dennoch sei die Personaldecke eng, räumt Andrea Drewlo ein. „Es gibt einfach nicht genug Fachpersonal auf unserem Arbeitsmarkt.“

Trotzdem  spart sie nicht auf Teufel komm’ raus, sondern besetzt jede Stelle, die sie besetzen kann. Mittlerweile ist die Belegschaft bei den Städtischen Heimen multikulturell. Aus Kenia, aus der Dominikanischen Republik, aus Polen, Rumänien, Tschechien, Bulgarien arbeiten Menschen dort in der Pflege. Sie würden zumeist als Hilfskräfte eingesetzt.  

Als positiven Aspekt verweist Heim-Chefin Drewlo auf die kurzen Wege im mittelständischen Unternehmen, zu dem auch der Städtische Heimservice gehört. Insgesamt 265 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl von 346 Menschen. „Wenn jemandem das Essen nicht schmeckt, ist die Küche gleich im Haus, kann Ersatz geliefert werden.“ Sei Wäsche zerrissen, werde der Schaden in der eigenen Nähstube behoben. Auf Grund dessen, dass es drei Heime auf dem Grundstück im Karree Pestalozzistraße gebe, könne das Haus flexibel auf Engpässe reagieren, etwa bei erhöhtem Krankenstand. Es gebe einen Kleinbus für Ausflüge. Das werde von den Bewohnern dankend angenommen.

Bei einem anschließenden Rundgang durch das Pflegeheim in der Pestalozzistraße kamen die Politiker mit verschiedenen Senioren*innen ins Gespräch. Mit ihrer Betreuung sind die befragten Bewohner sehr zufrieden. Wenn es mal Beschwerden gebe, werde darauf meistens schnell eingegangen. Größere Probleme kommen in der Bewohnerversammlung, die alle paar Wochen stattfinde, auf den Tisch.

Im Anschluss an die Gespräche im Pflegeheim wurden die Abgeordneten zu einem Gedankenaustausch bei dem Verein „Helping Angels“ erwartet.

Dieser Verein begleitet und betreut schwerstkranke Menschen jeden Alters bei der Erfüllung ihres letzten Wunsches.

Voller Stolz präsentierte der Vereinsvorsitzende Christian Korff im Azurit-Pflegeheim am Heutalsweg  das neue Büro des „Helping Angels Gotha e.V.“.

„Hier haben wir ausreichend Platz und können alles bestens vorbereiten, damit nichts schief läuft bei der Erfüllung des letzten Wunsches unserer Patienten“, ist Korff sichtlich zufrieden.

Ein Krankentransportwagen steht den „helfenden Engeln“ für die Fahrten zur Verfügung. Die Regionalstiftung der Kreissparkasse ermöglichte im Sommer 2018 mit einer großzügigen Spende die Anschaffung.

Die Mitgliedsbeiträge und vor allem Spenden sind die einzigen Geldquellen für die Tätigkeit des Vereins.

Für alle Fahrgäste soll die Reise mit dem Verein kostenfrei sein. „Nicht immer einfach, aber bisher haben wir es geschafft“, berichtet der Vereinschef weiter.

Christian Korff selbst ist als Rettungssanitäter tätig, hat sich außerdem zum Notfall- Seelsorger und Sterbebegleiter ausbilden lassen. Auch andere Vereinsmitglieder haben diese oder ähnliche Ausbildungen.

Erst im Jahr 2017 gegründet hat der Verein schon sehr vielen Menschen  in Gotha und dessen Landkreis ihren letzten Wunsch erfüllen können.

 

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